Die erste Geländeführung zum Tempelbezirk am Brandsteig bei Aichhalden-Rötenberg war ein voller Erfolg. Der Ort ist erst seit kurzem Mitglied er Römerstraße Neckar-Alb-Aare.
Etwa 70 interessierte Personen ließen sich von Dr. Christoph Wulfmeier, Leiter der Außenstelle Rottweil des Landesamts für Denkmalpflege, mitnehmen auf eine Reise in die Vergangenheit. 

Der „Brandsteig“ bei Rötenberg ist eine wichtige römerzeitliche und vorgeschichtliche Fundstelle. Er befindet sich auf einer Passhöhe an der Kinzigtalstraße, einer römischen Fernverbindung vom Rhein an die obere Donau, die unter Kaiser Vespasian im Jahr 74 n. Chr. angelegt wurde. War man lange von einer wichtigen Straßen- und Raststation an dieser Stelle ausgegangen, so zeigte sich erst in jüngster Zeit, dass sich hier auch ein großer Tempelbezirk mit etlichen gallorömischen Umgangstempeln befunden hat. 

Wulfmeier zeigte anschaulich anhand neu erstellter Rekonstruktionen und Pläne, wie die Anlage am Brandsteig vor knapp 2.000 Jahren ausgesehen haben könnte.